Ein perfekter Hintergrund für die Weihnachtsvorfreude

Zwei ganz besondere Tage im Schnitzlerdorf

Nicht ganz glücklich über den Föhn war Fachlehrer Andreas Schaller, dessen geschnitzter Schneekristall ins Schwitzen kam. Sonst aber bescherte der Südwind dem Brienzer Weihnachtsmärt das Bilderbuchwetter, das seine Qualitäten ins rechte Licht rückte: Wenn einer der Advents- und Weihnachtsmärkte aus dem Mikrokosmos Jungfrau das Potenzial zu einem ganz grossen Weihnachtsmarkt hat, dann ist es der in Brienz. Weniger wegen des Ausstellungsguts, obschon sehr viel Schönes dabei war, sondern wegen der einmaligen Häuser und Gassen im Aenderdorf.

Am Brienzer Weihnachtsmarkt: Die Abendsonne lässt den geschnitzten Schnee leuchten, die Kirche vervollständigt das Weihnachtsbild.

Fotos: Anne-Marie Günter

Die Markthäuschen enthalten allerlei Schönes für perfekte Weihnachtstische oder für schöne Outfits.

In der Geigenbauschule entsteht ein perfekter Steg.

Die Zutaten zu einer schönen Geigenfärbung bestehen aus Naturprodukten.

Am traditionellen Kerzenziehen in der Geigenbauschule.

Andreas Schaller, der Schöpfer des Schneekristalls, fegt das überflüssig gewordene Eis weg.

Fast das Schönste am Weihnachtsmärt: Die Brienzer Häuser mit ihrem geschmackvollen Weihnachtsschmuck.

Darum geht es: Eine traditionelle Holzkrippe in der Holzbildhauerschule, dahinter ein künftiger Holzbildhauer an der Arbeit.


 

Das Aenderdorf in Brienz war verzaubert: Zu den zum Teil wunderschön erhaltenen Oberländer Häusern, die ganz besondere Gassen bilden, gesellten sich eine Reihe hölzerner Wunschhäuschen mit einer Vielfalt an Angeboten von Käse über geschnitzte Samichläuse bis zu Handgestricktem, Süssem und Informativem. Hopp, Muggestutz und Grims gaben sich ein Stelldichein mit dem St. Nikolaus aus Arth, den Pfadis und der kleinen Dampfbahn. Der Himmel hing voller Geigen – besonders in der Geigenbauschule – und das Schnitzlerdorf machte nicht nur in der Holzbildhauerschule, sondern auch an verschiedenen Ständen seinem Namen alle Ehre. Ein kleines Rösslispiel, zwei echte Pferde als Shuttle-Rösslitram zu den Parkplätzen, ein edler St. Nikolaus und Holzhäuschen, in denen es auch um soziale Verantwortung ging. 56 Aussteller waren dabei, nicht eingerechnet die Anwohner, die ihre ohnehin schönen Häuser noch verschönert haben, viele mit Naturmaterialien. Ob am Tag im Sonnenlicht oder gegen Abend mit vielen Lichtern: Brienz hat einen Weihnachtsmärt, der eine Reise wert ist.

 

 
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